Mehr Kundenfreundlichkeit für E-Autos

"Das Energiekonzept der Zukunft ist ohne Elektromobilität nicht denkbar", formuliert das renommierte Zukunftsinstitut in einer seiner Publikationen zum Megatrend Mobilität. Elektro-Autos (E-Autos) haben sich in den letzten Jahren zu einem neuen Trend entwickelt. Spielten Elektroantriebe zu Beginn der Automobilentwicklung noch eine wichtige Rolle, wurden sie später von den Verbrennungsmotoren verdrängt. Seit den 1990-er Jahren steigt die Produktion wieder an.

Anzahl der E-Autos in Deutschland

Mit 0,1 % ist der Marktanteil der E-Autos noch immer sehr niedrig. Die Statistik zeigt aber, dass von 2006 bis 2016 die Anzahl an elektrisch angetriebenen Autos in Deutschland immer stärker anstieg. Bis zum Jahr 2020 rechnen Experten schon mit 1 Millionen E-Autos. So baut der Autohersteller Porsche momentan eine neue Produktionsstraße für den neuen E-Porsche, der ab 2020 in Serie hergestellt wird. Dieses Wachstum ist möglich, weil die Infrastruktur immer kundenfreundlicher wird.

Ausbau des E-Tankstellen-Netzes

Um das Aufladen für den Nutzer möglichst einfach zu gestalten, müssen viele Ladezonen geschaffen werden. Zur Jahreshälfte 2016 gab es schon circa 6.517 öffentliche Ladezonen in Deutschland. Die meisten Ladepunkte gibt es in Nordrhein-Westfalen (1.335), Baden-Württemberg (1.182) und Bayern (937).

Die Top Ladezonen in Deutschland:

1.Ochtum Park in Stuhr
2.PZH IFA Uni Hannover in Garbsen
3.Schnelllader am Kauf Park in Göttingen
4.Restaurant Dillertal in Bruchhausen-Vilsen
5.SVG-Autohof Lohfeldener Rüssel in Lohfelden
6.SVG-Autohof Kirchheimer Dreieck in Kirchheim
7.Autobahnraststätte Köschinger Forst Ost in Kösching
8.Volksbank Mittelhessen in Gießen
9.Bäckerei Schüren in Hilden
10.die solarfirma GmbH in Zwingenberg

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Aufladen ohne feste Verträge

Bisher mussten E-Autofahrer für das Laden ihres E-Autos einen festen Vertrag mit dem jeweiligen Betreiber einer Ladestation abschließen. In Zukunft wird das geändert. Geplant ist, dass die E-Autofahrer ihre Autos genauso flexibel laden können, wie Fahrer mit Benzin. Sie sollen künftig alle öffentlich zugänglichen Ladestationen nutzen können, auch wenn sie keinen Vertrag abgeschlossen haben. Das bedeutet Zugang zu allen Ladestationen - ohne feste Vertragsbindung und mit verschiedenen Bezahlmöglichkeiten, mittels Bargeld, Kartenzahlung, webbasierten Systemen, SMS Zahlung und anderen Diensten.

Kostenlose Apps machen das "E-Tanken" einfach

E-Autofahrer können nun mit Hilfe von Smartphones ihre Fahrzeuge "tanken". Sie haben die Möglichkeit, mit einer kostenlosen App oder einer mobilen Website sich an jeder Ladesäule anzumelden und die Batterie ihres E-Autos aufzuladen. Mit dem Direktbezahlsystem intercharge "direct" ermöglicht zum Beispiel die Firma "Hubject" bargeldloses Tanken an 400 Ladestationen in Deutschland und Europa. Auch das ständige Suchen von Ladezonen ist nun Geschichte. So bietet beispielsweise die App "ChargeMap" den E-Autofahrern die Möglichkeit schnell und einfach Ladestationen in ganz Europa zu finden.

Einfache Handhabung für den Kunden

E-Autos sind der Anfang neuer Geschäftsmodelle in den Bereichen Energie und Mobilität. E-Mobility ist Ausdruck eines smarten, ressourcenschonenden, urbanen Lebensstils. Hier entsteht ein Wachstumsmarkt über die Automobilindustrie hinaus. Das haben die jüngst auf der e-world 2017 präsentierten Kooperationen von Energieversorgern und Automobilherstellern anschaulich dokumentiert. Die Automobilindustrie öffnet sich und gestaltet gemeinsame Angebote mit Energieindustrie, Telekommunikations- oder IT-Unternehmen. Denn der Ease of Use, die einfache Handhabung, entscheidet am Ende über den Markterfolg.